Mehrere Qtel-Clients mit SvxLink (lokal)

Mehrere Qtel-Clients an einem DSL-Anschluß betreiben

Mit SvxLink ist es relativ einfach möglich, mehrere PCs mit einem Echolink-Client (Qtel) an einem DSL-Anschluß zu betreiben um z.B. von verschiedenen Räumen (Shack, Küche,Wohnzimmer,… ) aus gleichzeitig QRV zu sein. Ein kleiner Wermutstropfen soll gleich am Anfang nicht verschwiegen werden. Es geht nur eine gleichzeitige Echolink-Verbindung mit Stationen von/nach außen. Das Führen von mehreren unabhängigen Gesprächen ist nicht möglich was allerdings prinzipbedingt ist.

Die folgende Grafik zeigt eine mögliche Konfiguration.

SvxLink: Mehrere QTel-Clients an einem DSL-Anschluß

SvxLink: Mehrere QTel-Clients an einem DSL-Anschluß

Auf PC1 ist ein SvxLink-Server installiert und am Echolink-Netzwerk unter z.B. DL1ABC-L angemeldet. Auf den anderen PCs läuft nur der Client Qtel. Die einzelnen Qtel-Clients können nun so konfiguriert werden, als würden sie sich eigenständig im Echolink-Netzwerk anmelden was sie auch tun. Jede der Stationen (DL0ABX-L, DL0ABC,DL5XXX und DL2YYY) ist nun für alle Echolink-Teilnehmer weltweit zu sehen.

Die Clienten verbinden sich nun über das private Netzwerk mit dem eigenen SvxLink-Server DL0ABC-L.

Wird nun einer der genannten Stationen von einem Echolink-Teilnehmer außerhalb des eigenen Netzwerkes connected, so nimmt grundsätzlich DL0ABC-L die Verbindung entgegen. Da aber auch die anderen drei Stationen (DL0ABC, DL5XXX sowie DL2YYY) mit DL0ABC-L connected sind, werden alle eingehenden Audiodaten an alle weitergeleitet. Wenn ein Teilnehmer des eigenen Home-Netzwerkes spricht, z.B. DL2YYY, so hören alle anderen mit (DL0ABC-L, DL0ABC, DL5XXX und die aus dem Internet verbundene Station). Im oben gezeigten Fall wird das Gespräch also auch per Funk ausgesendet und Funkteilnehmer können sich in das laufende Gespräch hineinmelden.
Auch ohne Connect von außen ist eine Verbindung zwischen den Clients möglich, aber Achtung wenn man ein eigenes Relais oder einen eigenen Link betreibt. Das Gespräch wird automatisch ausgesendet!

Auch Qtel-Stationen außerhalb des eigenen Netzwerkes können sich direkt mit dem eigenen SvxLink-Server verbinden ohne dabei die Verbindung über den Echolink-Verzeichnisdienst herstellen zu müssen:


Hierbei muß der eigene SvxLink-Server allerdings bei einem DDNS-Anbieter wie z.B. dyndns.org registriert sein, da es sonst sehr schwierig wird bei ständig wechselnden IP-Adressen von außen den SvxLink-Server zu erreichen. Die externe Station muß aber zwingend im Echolink-Netzwerk angemeldet und authentifiziert sein! SvxLink prüft beim Connect ab, ob es sich um eine im Echolink-Netzwerk registrierte und authentifizierte Station handelt.

Wer das einmal ausprobieren möchte, dem sei Puppylink empfohlen, ein Linux-Livesystem, welches von CD gebootet wird und Qtel bereits beinhaltet.

Dieser Anordnung sind nur durch die Bandbreite des DSL-Anschlusses bzw. des eigenen Netzwerkes Grenzen gesetzt.
Damit SvxLink die Anfragen der eigenen Clients akzeptiert, muß dies in der Datei /etc/svxlink.d/ModuleEchoLink.conf explizit freigeschaltet werden:

[ModuleEchoLink]
...
ALLOW_IP=192.168.0.0/24
...

wobei natürlich der IP-Adressraum des eigenen privaten Netzwerksegmentes eingetragen werden muß.