RepeaterLogic

Um einen Repeater einzurichten, müssen Sie in der Datei /etc/svxlink/svxlink.conf den Abschnitt [RepeaterLogic] bearbeiten und diesen Abschnitt im [GLOBAL]-Bereich aktivieren. Der Name in der Konfigurationsvariable LOGICS=RepeaterLogic muß dabei exakt mit der Abschnittsbezeichnung [RepeaterLogic] übereinstimmen, also auch in Groß- und Kleinschreibung.

Datei /etc/svxlink/svxlink.conf

[GLOBAL]
LOGICS=...,RepeaterLogic,...


[RepeaterLogic]
TYPE=Repeater
RX=Rx
TX=Tx
MODULES=ModuleHelp,ModuleParrot,ModuleEchoLink,ModuleMetarInfo
CALLSIGN=DL1ABC-L
SHORT_IDENT_INTERVAL=60
LONG_IDENT_INTERVAL=120
IDENT_ONLY_AFTER_TX=4
#EXEC_CMD_ON_SQL_CLOSE=500
EVENT_HANDLER=/usr/share/svxlink/events.tcl
RGR_SOUND_DELAY=250
#REPORT_CTCSS=136.5
#TX_CTCSS=ALWAYS
MACROS=Macros
LINKS=LinkToR4
FX_GAIN_NORMAL=0
FX_GAIN_LOW=-12
ACTIVATE_MODULE_ON_LONG_CMD=4:EchoLink
MUTE_RX_ON_TX=1
#NO_REPEAT=1
SQL_FLAP_SUP_MIN_TIME=500
SQL_FLAP_SUP_MAX_COUNT=7
OPEN_ON_1750=0
OPEN_ON_SQL=500
CLOSE_ON_SEL5=12345
OPEN_SQL_FLANK=CLOSE
#OPEN_ON_CTCSS=250.6:20
QSO_RECORDER=7:QsoRecorder

Beschreibung
TYPE
Definiert den Logictyp, also Simplex-, Repeater- (oder Phonelogik), z.B. TYPE=Simplex

RX
Verweis auf den Abschnitt innerhalb der /etc/svxlink/svxlink.conf, in dem der Empfänger (Rx) konfiguriert wird, z.B. RX=Rx

TX
Verweis auf den Abschnitt innerhalb der /etc/svxlink/svxlink.conf, in dem der Sender (Tx) konfiguriert wird, z.B. TX=Tx

MODULES
Kommaseparierte Liste von Modulen, die innerhalb dieser Logik aktiviert und zur Verfügung stehen sollen, z.B. MODULE=ModuleHelp,ModuleParrot,ModuleEchoLink,ModuleMetarInfo

CALLSIGN
Rufzeichen, unter dem dieser SimplexLink arbeiten soll, z.B. CALLSIGN=DL1ABC-L

SHORT_IDENT_INTERVAL
Interval in Minuten, nachdem eine kurze Identifizierung erfolgt. Default: Ausgabe des Rufzeichens. Konfiguration in der SimplexLogic.tcl.
z.B. SHORT_IDENT_INTERVAL=60

LONG_IDENT_INTERVAL
Interval in Minuten, nachdem eine lange Identifizierung erfolgt. Default: Ausgabe des Rufzeichens und der Uhrzeit. Konfiguration in der SimplexLogic.tcl. z.B. LONG_IDENT_INTERVAL=120

IDENT_ONLY_AFTER_TX
Dieser Parameter steuert wann die Identifikation ausgeführt wird. Standardmäßig wird die Identifikation jedes Mal ausgeführt, wenn die im Parameter SHORT_IDENT_INTERVAL konfigurierte Zeit (in Minuten) abgelaufen ist. Wird der Parameter aktiviert, so erfolgt die Identifizierung nur, wenn gerade gesendet wird. Gedacht ist dieses Feature für den Fall, dass der Node ein Repeater über HF ansteuert und die Identifizierung dieses Links nicht notwendig ist bzw. stören würde.
z.B. IDENT_ONLY_AFTER_TX=1

EXEC_CMD_ON_SQL_CLOSE
Zeit in Millisekunden nach dem Schließen der Rauschsperre, innerhalb dieser ein Kommando auch ohne abschließende Raute (#) als Kommando erkannt wird. Dieser Parameter ist gedacht für Funkgeräte, bei denen das Senden von DTMF-Zeichen relativ schwierig ist (VX-2). Das Einschalten dieses Parameters kann ungewollte Effekte hervorrufen, z.B. dass mitten im QSO ein DTMF-Zeichen erkannt und automatisch ein Modul gestartet wird.

EVENT_HANDLER
Die Position des für diese Logik zuständige Eventhandler-File, z.B. EVENT_HANDLER=/usr/share/svxlink/events.tcl

RGR_SOUND_DELAY
Verzögerungszeit in Millisekunden nach dem Schließen der Squelch um einen Roger-Piep auszulösen, z.B. RGR_SOUND_DELAY=250

REPORT_CTCSS=136.5
Wenn konfiguriert, erfolgt die Ansage der konfigurierten CTCSS-Frequenz sobald man mit * die manuelle Identifizierung auslöst.
z.B. REPORT_CTCSS=136.5. Wenn der RX keinen CTCSS-Ton benötigt sollte dieser Parameter auskommentiert werden.

TX_CTCSS
Konfiguriert in einer RepeaterLogic, unter welchen Umständen ein CTCSS-Ton mit ausgesendet wird: ALWAYS oder SQL_OPEN. Im ersten Fall wird der CTCSS-Ton zugeschaltet, sobald die Station auf Sendung geht. Im zweiten Fall erst wenn eine Audioausgabe erfolgt, welche per HF empfangen wurde. Dieser Parameter wird nur bei Relaisstationen berücksichtigt.
Mögliche Parameter: ALWAYS,SQL_OPEN,LOGIC,MODULE,ANNOUNCEMENT

MACROS
Namen des Abschnittes innerhalb der /etc/svxlink/svxlink.conf, die die Macrodefinitionen enthält
z.B. MACROS=Macros Es wird dann in der svxlink.conf ein Abschnitt erwartet der mit [Macros] beginnt

LINKS
Namen des Abschnittes innerhalb der /etc/svxlink/svxlink.conf, der die Link-Definitionen enthält, also die Kopplung mit anderen Logiken auf dem selben SvxLink-Node ermöglicht, z.B. LINKS=Link_to_R2

FX_GAIN_NORMAL
Lautstärke der Ansagen und Sounds wenn auf dem Relais kein weiterer Funkverkehr druchgeführt wird. In diesem Falle werden alle Ansagen um den konfigurierten Betrag (in dB) abgesenkt (oder auch verstärkt).
z.B. FX_GAIN_NORMAL=0

FX_GAIN_LOW
Lautstärke der Ansagen und Sounds wenn auf dem Relais Funkverkehr druchgeführt wird. In diesem Falle werden alle Ansagen um den konfigurierten Betrag (in dB) abgesenkt.
z.B. FX_GAIN_LOW=-12

ACTIVATE_MODULE_ON_LONG_CMD
Automatische Aktivierung eines konfigurierten Modules, wenn ein langes Kommando mit der konfigurierten Anzahl von Digits empfangen wird. D.h., das Modul muß vorher nicht erst explizit aktiviert werden.
z.B. ACTIVATE_MODULE_ON_LONG_CMD=4:EchoLink -> startet das Modul EchoLink, wenn ein mindestens 4stelliges Kommando empfangen wurde

MUTE_RX_ON_TX
Wenn =1, dann wird das RX-Audio-Signal während der Sendung stumm geschalten. Wenn nicht erforderlich sollte dieser Parameter auskommentiert werden.

NO_REPEAT
Wenn =1, dann gibt SvxLink NICHT das empfangene Audiosignal an den TX weiter. Nutzen sie diese Einstellung, wenn Sie einen Repeater betreiben, bei dem die NF-Zweige von TX und RX direkt gekoppelt sind. Der Nachteil ist in diesem Fall, dass SvxLink die empfangene RX-NF nicht weiterverarbeiten kann (Clipper, Deemphasis, DTMF-Töne ausblenden, etc.). Wird die NF innerhalb von SvxLink verarbeitet, so entsteht systembedingt eine geringe Verzögerung, die für den praktischen Funkbetrieb aber keine große Rolle spielt.

IDLE_TIMEOUT
Anzahl der Sekunden bis der Sender nach dem Auftasten wieder abfällt (Abfallzeit).
z.B. IDLE_TIMEOUT=10

OPEN_ON_1750
Zeit in Millisekunden, die ein Rufton von 1750Hz empfangen werden muß bis der Repeater öffnet. Ein Wert von 0 deaktiviert das Öffnen auf einen Rufton.

OPEN_ON_CTCSS
Wenn dieser Parameter konfiguriert wurde, öffnet der Repeater auf den entsprechenden CTCSS-Ton (PL). Der Eingabesyntax ist ton_frequenz:min_länge. Die Tonfrequenz wird in Hertz angegeben und die Tonlänge in Millisekunden. z.B. für einen CTCSS-Ton von 136.5Hz und einer gewünschten Tonlänge von 1 Sekunde muß OPEN_ON_CTCSS=136:1000 eingetragen werden.

OPEN_ON_DTMF
Bei diesem Parameter kann festgelegt werden, ob ein einzelnes DTMF-Digit den Repeater öffnen kann. z.B. OPEN_ON_DTMF=*

OPEN_ON_SQL
Bei diesem Parameter wird die Zeit (in Millisekunden) einer geöffneten Squelch als Kriterium für das Öffnen des Repeaters herangezogen.
z.B. OPEN_ON_SQL=500 -> Die Rauschsperre muß mindestens 0.5 Sekunden geöffnet bleiben, damit der Repeater öffnet

OPEN_ON_SEL5
Öffnet den Repeater wenn der entsprechende Mehrtonruf ordnungsgemäß empfangen wurde, z.B. OPEN_ON_SEL5=02311

CLOSE_ON_SEL5
Schließt den Repeater wenn der entsprechende Mehrtonruf ordnungsgemäß empfangen wurde, z.B. CLOSE_ON_SEL5=02123

OPEN_SQL_FLANK
Hier kann festgelegt werden, ob der Repeater auf eine steigende oder fallende Flanke öffnet. Voraussetzung ist, dass entweder OPEN_ON_SQL oder OPEN_ON_CTCSS als Öffnungs-Kriterium konfiguriert wurden.
Bei OPEN_SQL_FLANK=OPEN öffnet der Repeater und startet die Übertragung des Audiostreams augenblicklich. Es wird keine Identifizierung ausgegeben.
Bei OPEN_SQL_FLANK=CLOSE öffnet der Repeater erst, wenn die Squelch wieder schließt. In diesem Fall wird eine Identifizierung ausgesendet.

IDLE_SOUND_INTERVAL
Wenn der Repeater geöffnet ist, aber kein Funkverkehr darüber abgewickelt wird, dann kann mit der Konfiguration dieses Parameters die Ausgabe eines Sounds erreicht werden. Der Wert entspricht dabei der Zeit zwischen diesen „Erinnerungstönen“.
z.B. IDLE_SOUND_INTERVAL=1000

SQL_FLAP_SUP_MIN_TIME
Dieser Parameter ermöglich das Schließen des Repeaters im Fall von Interferenzen (flatternde Rauschsperre). Der Wert ist die Zeit in Millisekunden, die ein Signal mindestens anliegen muß um als reales Rx-Signal erkannt zu werden. Gute Werte bewegen sich im Bereich von 500ms – 1000ms

SQL_FLAP_SUP_MAX_COUNT
Dieser Wert gibt die maximale Anzahl von kurzen Squelchöffnungen (sog. Bursts) an, die empfangen werden dürfen. Wird dieser Wert überschritten, so wird der Sender des Repeaters abgeschaltet. Eingünstiger Wert ist 5 bis 10.

SEL5_MACRO_RANGE
Definiert einen Bereich für eingehende Selektivrufe, die als Macro erkannt werden sollen.
z.B. SEL5_MACRO_RANGE=01200, 01399 Wird bei dieser Konfiguration eine 5Ton-Folge „01225“ empfangen, so geht SvxLink davon aus, dass im [Macro]-Bereich ein entsprechender Eintrag konfiguriert wurde und versucht diesen auszuführen. Andere 5Ton-Folgen, wie z.B. „23312“ werden von SvxLink ignoriert.

DEFAULT_LANG
Definiert die Sprachumgebung und ist wichtig für das Finden der jeweiligen Sprachumgebung. Wird der Eintrag nicht angegeben, so wird die Srachumgebung des Linuxsystemes genutzt.
z.B. DEFAULT_LANG=de_DE

QSO_RECORDER
Kommando und Verweis auf den Konfigurationsabschnitt in dem der QSO-Recorder konfiguriert wird. Die Nummer vor dem Doppelpunkt definiert das Aktivierungs-/Deaktivierungskommando. Die Bezeichnung danach die Bezeichnung des Konfigurationsabschnitts.

Bsp: OSQ_RECORDER=8:QsoRecorder

Mit 81# wird der QQSO-Recorder gestartet und mit 80# gestoppt.